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Informieren Sie sich hier über die neusten Trends in der Branche und praktische Tipps um Kosten zu sparen, mehr Profit zu erzielen und effizienter zu arbeiten!

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Wenn Sie Fuhrparkleiter sind, hat die Sicherheit für Sie höchste Priorität. Die Sicherheit Ihrer Fahrer, die Sicherheit Ihrer Fahrzeuge und die Sicherheit Ihrer Sachwerte. In dieser Reihenfolge.

Aber warum? Warum sollten Sie der Fuhrparksicherheit mehr Aufmerksamkeit schenken als gesetzlich vorgeschrieben? Und wie können Sie sie erhöhen?

Wir beantworten diese und weitere Fragen und haben eine praktische Checkliste zusammengestellt, mit der Sie den Grundstein für mehr Sicherheit im Jahr 2021 legen können.

Fuhrparkfahrer sind an mehr Unfällen beteiligt

Bei der Sicherheit von Nutzfahrzeugen, vor allem LKW, ist in Europa schon viel erreicht worden. Zwischen 2001 und 2011 ist die Zahl der tödlichen Unfälle mit LKW in der EU um 42 % gesunken, was vor allem auf verbesserte Fahrerausbildung und sicherere LKW zurückzuführen ist.

Andererseits legen Ihre Fahrer mehr Kilometer zurück und fahren häufiger als der durchschnittliche Verkehrsteilnehmer, sodass sie einem größeren Risiko ausgesetzt sind. Für Sie als Fuhrparkleiter sind Ihre Fahrer Ihr wichtigstes Kapital. Für ihre Sicherheit zu sorgen, ist entscheidend.

Die Kosten von Unfällen in Fuhrparks

Anders als in den USA gibt es in Europa nicht viele gute Daten zu den durchschnittlichen Kosten von Fuhrparkunfällen, vor allem, weil jedes Land sie anders berechnet. Einige Einblicke gibt jedoch eine Studie der britischen Loughborough University aus dem Jahr 2016.

Ein Unfall mit einem Fuhrpark-Fahrzeug, bei dem niemand verletzt wird, kostet zwischen 1.276 € in Schweden und 16.095 € in Polen. Wenn ein Mensch zu Tode kommt, liegen die Kosten zwischen 700.000 € in der Slowakei und 3 Millionen Euro in Österreich.

Fuhrparkunfälle sind also teuer und alles, was Sie zur Erhöhung der Fuhrparksicherheit tun können, dient nicht nur der Sicherheit Ihrer Fahrer (und der anderen Verkehrsteilnehmer), sondern ist auch gut für Ihr Geschäftsergebnis.

Aber was genau können Sie tun, um die Sicherheit Ihrer Fahrzeugflotte zu verbessern? Hier ist ein Überblick über unsere sechs wichtigsten Möglichkeiten.

Erstellen Sie einen Sicherheitsplan für Ihren Fuhrpark

Bevor Sie irgendetwas tun, ob ein Sofa transportieren oder eine Sicherheitsrichtlinie für den Fuhrpark eines Fortune 500-Unternehmens einführen, denken Sie daran, dass schon Konfuzius gesagt hat:

In allen Dingen hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab.

Das klingt wie eine Binsenweisheit, aber wenn mehr Menschen darauf hören würden, würde vieles im Leben reibungsloser ablaufen. Wenn Sie sich Zeit für die Planung nehmen, bevor Sie handeln, haben Sie etwas, woran Sie sich orientieren und Ihre Erfolge messen können.

Was sollten Sie also in den Sicherheitsplan für Ihren Fuhrpark aufnehmen?

Das hängt natürlich von Ihrem Unternehmen ab, aber es muss nicht übermäßig kompliziert sein. Sprechen Sie mit allen Personen, die Ihnen sagen können, was Sie in Ihren Plan einbeziehen sollten. Hören Sie sich insbesondere die Vorschläge oder Bedenken Ihrer Fahrer an.

Sie sind schließlich maßgeblich für die Umsetzung Ihres Plans.

Wenn Sie noch keine Sicherheitsrichtlinie für Ihren Fuhrpark haben, sollten Sie jetzt eine erstellen und dann untersuchen, was Sie für ihre Umsetzung brauchen.

Hier ist eine Checkliste für den Einstieg.

Führen Sie vorbeugende Wartungen durch

Vorbeugende Wartungen des Fuhrparks sparen Geld und sind extrem wichtig für die Sicherheit Ihrer Fahrzeuge und vor allem Ihrer Fahrer.

Mit einem proaktiven Wartungsansatz können Sie Probleme von vornherein verhindern. Wenn Sie noch keinen Fahrzeugprüfer im Team haben, holen Sie dies jetzt nach. Diese Person sollte für die Wartung der Fahrzeuge verantwortlich sein, die Zeitpläne dafür erstellen und die Berichte von Ihren Fahrern entgegennehmen. Und wenn es Ihnen zu teuer (oder zu aufwendig) ist, eigens jemanden einzustellen, haben Sie die Wahl zwischen vielen externen Dienstleistern.

Sie sollten auch versuchen, Ungeplantes einzuplanen. Glauben Sie uns, das ist gar nicht so schwer.

Auch wenn Sie Zeitpläne für die Fahrzeugwartung festlegen, muss immer einmal etwas vor dem Wartungstermin getan werden. Und die Warnzeichen dafür können Sie am besten erkennen, indem Sie auf Ihre Fahrer hören. Sie können ihnen nicht nur kleine Aufgaben übertragen, wie Ölstands- und Reifendruckkontrollen, sondern sie insgesamt auffordern, alles Ungewöhnliche zu melden. Für eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Ihren Fahrern und dem Wartungsteam können Sie sogar Bericht-Apps für Routinewartungen nutzen.

Führen Sie Schulungen und Sensibilisierungsprogramme zur Fuhrparksicherheit durch

Es reicht nicht aus, ein paar Plakate an die Wand zu hängen. Wenn Ihre Fahrer die Sicherheit ernst nehmen sollen, müssen Sie angemessene Schulungen und Sensibilisierungsprogramme einführen.

Oft denken Schulungsteilnehmer „Und was hat das mit mir zu tun?“. Wenn sie unbekannte Straßennamen sehen, vielleicht sogar aus einem anderen Land, fühlen sie sich weniger angesprochen und nehmen den Lernstoff weniger ernst.

Wenn Sie hingegen die Erfahrungen und sogar die Fahrtaufzeichnungen Ihrer Mitarbeiter nutzen, steigt die Relevanz immens.

Statt also mit Kursmaterial von der Stange darüber zu sprechen, was irgendein Fahrer an irgendeiner Kreuzung tun sollte, können Sie speziell auf die Ampel 2 km von Ihrem Firmengelände eingehen. Sie wissen doch? Die, wo das Rechtsabbiegen so fies ist? Ja, genau die.

Belohnen Sie Ihre Fahrer

Ihre Fahrer mögen es nicht, wenn an ihnen herumgenörgelt wird. Niemand mag das. Wenn Sie sich nur dann auf Verbesserungen und Feedback konzentrieren, wenn etwas schiefgelaufen ist, erhalten die Fahrer viel negative Aufmerksamkeit und bekommen das Gefühl, dass es bei den „Sicherheitsbemühungen“ vor allem darum geht, ihnen das Leben schwer zu machen.

Statt also nur mit Tadel zu arbeiten, sollten Sie auch handfestes Lob in Form eines Belohnungsprogramms für die Fahrsicherheit vorsehen.

Überlegen Sie sich zunächst, wie Ihr Plan aussehen soll und wie Sie ihn für Ihre Fahrer umsetzen wollen. Stellen Sie sich Fragen wie:

  • Wie viel möchten wir für unser Fuhrparksicherheits-Belohnungsprogramm ausgeben?
  • Wie oft sollen Belohnungen vergeben werden?
  • Wird das Belohnungsprogramm für unbegrenzte Zeit laufen?
  • Wer wird dafür verantwortlich sein?
  • Wie werden wir messen, ob das Programm erfolgreich ist?
  • Wie halten wir die Fahrer über ihren Leistungsstand auf dem Laufenden?

Nachdem Sie Ihren Plan erstellt haben, sollten Sie sich überlegen, welche Telematikdaten zur Fuhrparksicherheit Sie verfolgen und auswerten möchten. Konzentrieren Sie sich auf sicherheitsbezogene Kennzahlen, wie scharfes Bremsen, Geschwindigkeitsübertretungen und Vorfälle pro Kilometer, und belohnen Sie entsprechende gute Leistungen.

Überlegen Sie als Nächstes, was für Belohnungen Sie für Ihre sichersten Fahrer vorsehen wollen. Es gibt viele Möglichkeiten, von Bonuszahlungen über Geschenkkarten bis hin zu Punkten, die auf einer Unternehmensveranstaltung in Sachprämien umgetauscht werden können. Eine weitere Belohnung, die oft übersehen wird, ist die einfachste und billigste.

Anerkennung.

Ein einfaches „Gut gemacht“ und „Danke“ bewirkt sehr viel. Vor allem, wenn der CEO einen Fahrer vor der versammelten Belegschaft nach vorn bittet und ihm (oder ihr) für sicherheitsbewusstes Verhalten dankt.

Führen Sie durch Ihr Vorbild

Der Erfolg jeder Initiative in jedem Unternehmen hängt fast immer davon ab, wie gut die Führungskräfte (das sind Sie) die Verantwortung übernehmen und wirklich führen.

Und wenn es um die Fuhrparksicherheit geht, ist „Befolgt meine Worte, nicht meine Taten“ nicht wirklich hilfreich. Wenn Sie die Sicherheit (oder irgendetwas anderes) verbessern wollen, liegt es an Ihnen, die dafür notwendigen Veränderungen voranzubringen.

Ja, wenn man jemanden bittet, seine Arbeitsweise zu ändern, wird es Widerstand geben. Das ist normal. Aber es ist Ihre Aufgabe, zu erklären, warum diese Veränderungen sinnvoll und letztendlich für alle Beteiligten von Vorteil sind.

Nutzen Sie Technologien

Auch wenn Sie einiges mit Excel-Tabellen und Stift und Papier erledigen können, machen Sie allen das Leben leichter, wenn Sie Technologien einsetzen. Mit einer Telematikplattform, also einem Tool, das die Bewegungen Ihrer Fahrzeuge in Echtzeit verfolgt, sind die beschriebenen Verbesserungen der Fuhrparksicherheit viel leichter erreichbar.

Wenn Sie die Sicherheit wirklich ernst nehmen wollen, brauchen Sie eine Möglichkeit, zuverlässig zu verfolgen, was Ihre Fahrer tun und in welchem Zustand Ihre Fahrzeuge sind. Telematiksoftware kann Ihnen helfen, verbesserungswürdiges Fahrverhalten zu erkennen und mit dem Fahrer zu sprechen, bevor es zu einem Sicherheitsproblem kommt. Telematikdaten zeigen Ihnen aber auch am deutlichsten, wer in Ihrem Team sicher fährt und ein Lob verdient.

Jede einzelne der genannten Maßnahmen, bis hin zum vorbildlichen Verhalten des Managements, wird konkret realisierbar, wenn Sie Technologien für Ihre Sicherheitsstrategie nutzen.

Zusammenfassung

  • Machen Sie einen Plan
  • Führen Sie vorbeugende Fahrzeugwartungen durch
  • Halten Sie Ihre Fahrer mit regelmäßigen Fahrsicherheitsschulungen fit
  • Fördern Sie eine positive Einstellung zum sicheren Fahren, indem Sie ein Belohnungsprogramm einführen
  • Sorgen Sie dafür, dass das Management mit gutem Beispiel vorangeht
  • Führen Sie Fuhrpark-Telematiktools ein, um Fahrzeuge zu orten und zu verwalten und die Sicherheit im Auge zu behalten

Europaweit und weltweit hilft Fleet Complete schon vielen Fuhrparkleitern, ihre Fahrer, Fahrzeuge und Sachwerte mit zuverlässiger, kosteneffizienter Hard- und Software sicher zu halten. Wenn Sie darüber sprechen möchten, wie Sie Ihre Fuhrparksicherheit erhöhen können, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

  Jan 13, 2021     Ben Billson